Lenovos 15,6-Zoll-Allrounder bietet Durchschnittskost zu einem etwas überhöhten Preis. Negativ fallen das instabile Gehäuse und der Bildschirm auf.
Lenovo liefert mit dem Ideapad 310-15ISK einen einfachen Multimedia-Allrounder im 15,6-Zoll-Format. Angetrieben wird der Rechner von einem Skylake-Prozessor. Ein GeForce Grafikkern bringt Computerspiele auf den Bildschirm. Zu den Konkurrenten des Notebooks zählen Geräte wie das Acer Aspire E5-552G, das Toshiba Satellite C55-C und das HP 250 G4.

Lenovo setzt beim Ideapad auf ein Kunststoffgehäuse. Die meisten Komponenten sind schwarz gefärbt. Lediglich die Oberseite der Baseunit ist in einem dunklen Anthrazitton gehalten. Zudem wird auf der Baseunit gebürstetes Metall simuliert. Auf Seiten der Verarbeitung gibt es nichts Großartiges zu bemängeln. Anders sieht das in Sachen Stabilität aus. Die Baseunit kann an verschiedenen Stellen (unterhalb des Touchpads, neben beiden Seiten der Tastatur) ohne großen Kraftaufwand durchbogen werden. Zudem lässt sich die Baseunit zu stark verdrehen. Das Gerät sollte einen festen Standort zugewiesen bekommen und nicht ständig durch die Gegend getragen werden. Auf der Unterseite des Rechners finden sich zwei Wartungsklappen: Hinter einer Klappe verbirgt sich die Festplatte, hinter der anderen die Arbeitsspeicherbank. Der Akku ist fest verbaut.

Bezüglich der Anschlüsse gibt es keine Überraschungen. Lenovo liefert Standardkost. Einer der drei USB-Steckplätze arbeitet nach dem USB-3.0-Standard. Wir vermissen einen Type-C-USB-Steckplatz. Ein 2016er-Notebook sollte einen solchen Anschluss mitbringen. Das verbaute WLAN-Modul unterstützt den schnellen ac-Standard und liefert gute Transferraten.

Der verbaute Speicherkartenleser lässt es gemächlich angehen. Beim Kopieren großer Datenblöcke wird eine maximale Transferrate von 26 MB/s erreicht. Die Übertragung von 250 jpg-Bilddateien (je rund 5 MB) wird mit einer Geschwindigkeit von 16,5 MB/s absolviert. Wir testen Speicherkartenleser mittels einer Referenzkarte (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II). Asus C23-UX32 Akku .

Lenovo stattet das Ideapad mit einer unbeleuchteten Chiclet-Tastatur aus. Die flachen, leicht angerauten Tasten verfügen über einen kurzen Hub und einen deutlichen Druckpunkt. Sie erfreuen mit einem sehr angenehmen, knackigen Widerstand. Während des Tippens gibt die Tastatur leicht nach. Als störend hat sich das nicht erwiesen. Insgesamt liefert Lenovo hier eine Tastatur, die die Anforderungen an den Hausgebrauch mehr als erfüllt. Das multitouchfähige Touchpad belegt eine Fläche von etwa 10 x 5,3 cm. Damit steht viel Platz zur Nutzung der Gestensteuerung bereit. Die glatte Oberfläche des Pads behindert die Finger nicht beim Gleiten. Unterhalb des Pads finden sich zwei separate Maustasten.

Lenovo stattet das Ideapad mit einem reflektierenden 15,6-Zoll-Bildschirm aus, der eine native Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten besitzt. Das Display kann mit einem sehr ordentlichen Kontrast (714:1) aufwarten Die Helligkeit (198,4 cd/m²) fällt allerdings viel zu niedrig aus. Alles in allem zu wenig für ein Notebook dieser Preisklasse. Zudem zeigt das Display bei Helligkeitsstufen von 80 Prozent und darunter PWM-Flimmern mit einer Frequenz von 50 Hertz. Hinzu kommt ein Flackern, bedingt durch das Netzteil (zweites Bild bei PWM, auch bei höchster Helligkeit). Das kann auch bei unempfindlichen Personen zu Kopfschmerzen und Augenproblemen führen.
Im Auslieferungszustand zeigt der Bildschirm eine DeltaE-2000-Farbabweichung von 10,63. Anzustreben wäre ein Wert kleiner 3. Darüber hinaus leidet das Display unter einem Blaustich.

Bei dem verbauten Display handelt es sich um ein blickwinkelinstabiles TN-Panel. Somit kann der Bildschirm nicht aus jeder Position heraus abgelesen werden. Im Freien kann das Ideapad nicht wirklich genutzt werden. Die geringe Displayhelligkeit und die reflektierende Bildschirmoberfläche verhindern es.
Lenovo liefert mit dem Ideapad 310-15ISK einen einfachen Multimedia-Allrounder im 15,6-Zoll-Format. Der Rechner bietet genügend Rechenleistung für alle gängigen Anwendungsszenarien und kann Spiele darstellen. Zum Testzeitpunkt ist unser Testmodell noch nicht in Preissuchmaschinen zu finden. Nimmt man die Preise der bereits gelisteten Modelle als Anhaltspunkt, wird der Preis unseres Testgeräts vermutlich zwischen 700 und 750 Euro liegen. Asus A32-N56 Akku .

Im Inneren des Ideapad verrichtet Intels Core i7-6500U (Skylake) Zweikernprozessor seinen Dienst. Die CPU wird die Anforderungen der meisten Nutzer vollends befriedigen. Der Prozessor arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,5 GHz. Mittels Turbo kann die Geschwindigkeit auf 3 GHz (zwei Kerne) bzw. 3,1 GHz (ein Kern) beschleunigt werden. Der Turbo kommt im Netz- und im Akkubetrieb zum Einsatz.

Das System arbeitet rund und flüssig. Problemen sind wir nicht begegnet. Die Resultate in den PC Mark Benchmarks fallen sehr gut aus. Eine Steigerung der Gesamtleistung des Systems ist möglich. Hier bietet sich der Tausch der HDD gegen einen SSD an. Das System arbeitet dann flinker und Ladevorgänge verkürzen sich.

Als Systemlaufwerk dient eine herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatte aus dem Hause Western Digital. Diese arbeitet mit 5.400 Umdrehungen pro Minute und bietet eine Kapazität von 1 TB. Die Transferraten der Platte bewegen sich auf einem normalen Niveau für 5.400er-Modelle.

Das Ideapad bringt einen GeForce 920MX Grafikkern mit. Hierbei handelt es sich um eine verbesserte Neuauflage des GeForce 920M Grafikkerns. Die Bezeichnungen suggerieren nur geringe Unterschiede zwischen beiden GPUs. Tatsächlich hat sich einiges geändert. Während der 920M Grafikkern noch auf der Kepler-Architektur basiert, kommt beim 920MX die modernere Maxwell-Architektur zum Einsatz. Die GeForce 920MX GPU unterstützt DirectX 12 und arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 965 MHz. Per Turbo ist eine Steigerung auf 993 MHz möglich. In den 3D Mark Benchmarks schneidet die neue GPU nur etwas besser ab als der Vorgänger.
Das Ideapad kann viele Spiele in HD-Auflösung (1.366 x 768 Bildpunkte) mit niedrigen bis mittleren Qualitätseinstellungen flüssig auf den Bildschirm bringen. Titel, die keine übermäßigen Anforderungen an die Hardware stellen, erlauben mehr. Leistungshungrige Spiele wie Far Cry Primal sind nicht spielbar. Während der 920M Grafikkern und die 920MX GPU in den 3D Mark Benchmarks nah beieinander liegen, kann der 920MX Kern in der Spielepraxis einen klaren Vorsprung für sich verbuchen. Letzterer liefert um durchschnittlich 20 Prozent höhere Frameraten als der Vorgänger. Asus A42-UL50 Akku .

Sonderlich viel Lärm erzeugt das Ideapad nicht. Im Leerlauf arbeitet der Lüfter mit niedriger Geschwindigkeit und ist nur in ruhigen Umgebungen zu hören. Die Festplatte gibt ein leises Rauschen von sich. Für etwas mehr Ruhe kann hier der Tausch der HDD gegen eine SSD sorgen. Auch unter Last steigt die Lärmentwicklung nicht in ungeahnte Höhen. Während des Stresstests messen wir einen Schalldruckpegel von 40,4 dB. Der Wert geht für ein Notebook dieser Leistungsklasse in Ordnung.

Unseren Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) durchläuft das Ideapad im Netz- und im Akkubetrieb auf unterschiedliche Weisen. Im Akkubetrieb arbeitet der Grafikkern dauerhaft mit maximaler Geschwindigkeit (993 MHz). Der Prozessor geht mit 400 MHz zu Werke. Im Netzbetrieb arbeitet die GPU ebenfalls mit 993 GHz. Im späteren Verlauf des Tests wird sie auf 405 MHz gedrosselt. Die CPU werkelt mit 2,5 GHz. Übermäßig stark erwärmt sich der Rechner nicht. Während des Stresstests wird lediglich an zwei Messpunkten die Vierzig-Grad-Celsius-Marke überschritten.
Die Stereo-Lautsprecher des Ideapad haben ihren Platz auf der Unterseite des Rechners gefunden. Sie erzeugen einen ganz anständigen Klang, dem auch längere Zeit zugehört werden kann. Mittels der vorinstallierten Dolby Audio Software kann noch an der Klangausgabe gefeilt werden.

Im Leerlauf messen wir eine maximale Leistungsaufnahme von 8,4 Watt - ein guter Wert. Während des Stresstests steigt der Energiebedarf auf bis zu 52,8 Watt. Hierbei handelt es sich um das Maximum. CPU und GPU arbeiten mit ihren vollen Turbogeschwindigkeiten. Nach etwa einer Minute sinkt die Aufnahme auf 45,1 Watt - die CPU nutzt den Turbo nicht mehr. Im Spielealltag bewegt sich der Leistungsbedarf um 39 Watt (+/-10 Watt) herum. Die Nennleistung des Netzteils beträgt 65 Watt. Asus C23-UX21 Akku .

Unser praxisnaher WLAN-Test simuliert die Auslastung beim Aufruf von Webseiten. Das Profil "Ausbalanciert" ist aktiv, die Energiesparfunktionen des Notebooks sind deaktiviert und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt. Das Ideapad erreicht eine Laufzeit von 5:32 h.

Lenovo liefert mit dem Ideapad 310-15ISK einen einfachen Multimedia-Allrounder im 15,6-Zoll-Format. Die Leistungsfähigkeit des verbauten Prozessors sollte den Anforderungen der meisten Nutzer mehr als genügen. Der Core i7 Prozessor scheint uns fast schon ein wenig überdimensioniert zu sein. Der Prozessor schraubt den Preis zudem deutlich in die Höhe. Wir empfehlen potentiellen Käufern zu einem Core-i5-Modell des Ideapad zu greifen. Zumal der Core i5 auch besser zu dem ebenfalls verbauten GeForce 920MX Grafikkern passt.

Letzterer bringt viele Spiele flüssig auf den Bildschirm. Vor leistungshungrigen Krachern wie Rise of the Tomb Raider muss er aber kapitulieren. Der Rechner erzeugt nicht viel Lärm und erwärmt sich nicht sonderlich stark. An Speicherplatz mangelt es dank der 1 TB fassenden Festplatte nicht. Ein Tausch der Festplatte wäre leicht zu bewerkstelligen. Auf der Unterseite des Rechners finden sich zwei Wartungsklappen.

Die verbaute Tastatur erfreut mit einem angenehmen Tastenwiderstand. Die Anforderungen an den Hausgebrauch erfüllt sie vollkommen. Die Akkulaufzeiten fallen ordentlich aus. Der Bildschirm kann insgesamt nicht gefallen. Zwar liefert er einen sehr ordentlich Kontrast, die Helligkeit fällt aber zu gering aus. Zudem verbaut Lenovo hier ein blickwinkelinstabiles Panel. Gemessen am Preisniveau des Rechners erwarten wir mehr.

Es ist schwer einen Kaufgrund für das uns vorliegende Modell des Ideapad 310-15ISK zu finden. Der Rechner kann nicht als preiswert bezeichnet werden. Zudem passen Preis und Ausstattung nicht zusammen. So wäre dem Preis ein GeForce 940MX Grafikkern angemessen; statt einer 1-TB-Festplatte hätten wir lieber eine schnelle SSD gesehen. Auch beim Bildschirm hätte Lenovo eine Schippe drauflegen müssen. Zur Steigerung der Attraktivität sollte Lenovo den Kaufpreis des Rechners deutlich senken. Asus C22-UX31 Akku .