Heiraten möchte der Tester den leichten und kompakten Multimedia-15-Zöller von Lenovo zwar nicht, stünde einem Dienstverhältnis aber offen gegenüber. Denn wirklich eklatante Schwächen zeigt der Neuling mit dedizierter GeForce 940MX im Test nicht. Auffälligstes Merkmal bleibt aber in jedem Fall die ungewöhnliche Farbgebung, die sicher auch in der Damenwelt Anklang finden wird.
Beim Lenovo Ideapad 510-15ISK handelt es sich um ein relativ leichtes und flaches Multimedia-Notebook im 15-Zoll-Format für knapp 800 Euro. Zum Testzeitpunkt wurde auf der Lenovo-Seite zur Serie Ideapad 510 nur das getestete Modell ausgewiesen. Einen direkten Vorgänger hatten wir nicht im Test, allerdings bestehen Ähnlichkeiten zum kürzlich getesteten 14-Zöller IdeaPad 510S-14ISK. Etwas ungewöhnlich ist die Farbgebung: In zugeklapptem Zustand erstrahlt das Notebook ganz in Weiß.

Unter der Haube verrichtet der in zahllosen Notebooks der mittleren Leistungsklasse verbaute ULV-Dualcore Intel Core i5-6200U seinen Dienst, der von 8 GB RAM flankiert wird. Dank der dedizierten Grafikkarte Nvidia GeForce 940MX mit 4 GB eigenem Speicher eignet sich das Ideapad mit gewissen Einschränkungen auch zum Zocken. Das Schaufenster besteht aus einem IPS-basierten, matten Full-HD-Display. Als Massenspeicher kommt statt einer SSD eine herkömmliche 1-TB-Festplatte zum Einsatz. Vorinstalliert ist Windows 10 Home.

Mit durch den Test laufen diesmal vier aktuelle Konkurrenten, die sich an dieselbe Zielgruppe wenden und in derselben Preisliga spielen. Zwei der Vergleichs-Laptops weisen ebenfalls Bildschirmdiagonalen von 15,6 Zoll auf. Die Kandidaten sind:
Das Gehäuse besteht augenscheinlich hauptsächlich aus Kunststoff, wobei die silbermatte Oberseite der Base sich durchaus nach Metall (Aluminium?) anfühlt und auch so aussieht. Deckelrückseite und Boden sind weiß, während der Bildschirmrahmen ebenfalls silbern schimmert. Sämtliche Oberflächen nehmen kaum Fingerabdrücke an. Abgesehen von der nicht oft anzutreffenden Farbgebung ist schlichte Eleganz angesagt. Optisch etwas gewöhnungsbedürftig sind die fünf Gummi-Abstandshalter am Außenrand des Bildschirmrahmens.

Viel Kraft ist nicht erforderlich, um die Base ein Stück weit zu verwinden. Ungesund klingende Geräusche gibt sie dabei nicht von sich. Für etwas Instabilität sorgt wie so oft das hinten rechts eingelassene optische Laufwerk. Gleichwohl macht die Base insgesamt noch einen einigermaßen soliden Eindruck. Spaltmaße und Überstände fallen zwar nicht immer perfekt gleichmäßig aus, wirklich nennenswerte Verarbeitungsmängel sind aber uns nicht aufgefallen. Der halbwegs steife, aber nicht druckresistente Deckel lässt sich problemlos mit einer Hand öffnen, schwingt dafür aber bei ruckartigen Bewegungen relativ lange nach. Nimmt man das geöffnete Gerät in die Hand und schüttelt es leicht, öffnet sich der Deckel immer weiter.
Unter den 15-Zöllern im Test ist das Ideapad 510 das leichteste und dünnste Modell. Das Acer sowie das Asus fallen rund 200 bzw. 300 Gramm schwerer und auch minimal breiter aus. In der Höhe trägt das Asus schon nicht mehr zu vernachlässigende 7 Millimeter dicker auf, während die Differenz zum Acer sich auf etwa 5,5 Millimeter beläuft. Das deutlich kompaktere und dünnere HP ist ein ganzes Stück mobiler als die drei Konkurrenten. Dell Vostro 1510 Akku .
Wie bei flachen und leichten Notebooks üblich, geht die Schnittstellenausstattung kaum über den Mindeststandard hinaus. Lediglich den Port-Opa VGA, der gelegentlich noch zum Anschluss altertümlicher Beamer oder Monitore gebraucht wird, hatten wir nicht unbedingt erwartet. Für den stationären Betrieb gibt es einen ausklappbaren Gigabit-Ethernet-Port. Mangels HDMI 2.0 können 4K-Auflösungen extern nur mit 30 Hz wiedergegeben werden. Von den drei USB-Ports arbeitet der hintere rechte nur nach dem alten Standard 2.0.

Während es dem Hersteller gelungen ist, die an der linken Kante befindlichen Ports alle um die Mitte herum zu platzieren, sitzen die beiden USB-Buchsen ausgerechnet auf der rechten Seite (Rechtshänder) ganz vorne, wo eingesteckte Kabel oder Sticks bei der Verwendung einer externen Maus stören können. Notwendig wurde diese suboptimale Position wohl wegen des dahinter sitzenden optischen Laufwerks.
Die Transfergeschwindigkeit des Kartenlesers testen wir mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II. Ernüchternd fallen die Ergebnisse aus. Beim jpg-Copy-Test haben wir überaus lahme 16,7 MB/s gemessen. Schneller, wenn auch auf niedrigstem USB-2.0-Niveau, geht es beim Kopieren einer 1-GB-Datei auf das Notebook zu. Es dürfte nicht mehr viele Notebooks dieser Preisklasse geben, die sich hier ähnlich schlecht schlagen. Die Konkurrenten im Test sind um ein Vielfaches schneller, ohne dabei durch Spitzenleistungen zu überzeugen.

Für den Funk zeichnet das Modul Qualcomm Atheros QCA9377 (MIMO 1x1) verantwortlich, das eine maximale Bruttodatenrate von 433 Mbit/s bietet und den aktuellen, ausschließlich im weniger strapazierten und störungsanfälligen 5-GHz-Band funkenden Standard ac beherrscht. Aus einer Entfernung von einem Meter und mithin unter idealen Bedingungen kam das Testgerät beim Senden und Empfangen auf 262 bzw. 263 Mbit/s und liegt damit rund 35 MBit/s über dem Durchschnitt aller bisher so gemessenen Laptops in unserer Datenbank.

Das einzige Sicherheits-Feature, welches das Lenovo 510-15ISK mitbringt, besteht in einem Trusted Platform Module (TPM) der Version 2.0.Neben dem Netzteil und den ebenso obligatorischen Bedienungs- und Garantiehinweisen ist im Karton kein Zubehör zu finden. Speziell für das Ideapad 510 entworfenes Zubehör scheint Lenovo nicht im Programm zu haben.

An der Unterseite gibt es zwei mit jeweils nur einer Schraube gesicherte Wartungsklappen, hinter denen sich HDD, WLAN-Modul und Speicherbänke verbergen. Weitere Komponenten sind nur durch eine Demontage erreichbar. Dazu muss man diverse Schrauben an der Unterseite lösen und vermutlich die Oberseite der Base von der nach oben gezogenen Wanne abheben.

24 Monate Garantie bietet Lenovo für das Ideapad 510-15ISK. Bei mehreren Onlineshops kann man gegen Aufpreis darüber hinausgehende zusätzliche Garantiepakete erwerben.
Trotz ausreichendem Platz ist das klassische Touchpad nicht gerade groß ausgefallen. Die nutzbare Fläche ist noch etwas kleiner, weil sie nicht bis zu den äußersten Rändern hin berührungsempfindlich ist. Obwohl die Oberfläche leicht angeraut ist, geraten mehr als nur leicht feuchte Finger bei Aufwärtsbewegungen ab und zu ins Stottern. Der Mauszeiger vollzieht auch schnellste Bewegungen nach und lässt sich pixelgenau steuern. Im Elan-Treiber-Menü lassen sich Gesten mit bis zu vier Fingern umfangreich konfigurieren.

Als sehr kurzhubig erweisen sich die mit einem knackigen Druckpunkt und daher auch mit deutlichem akustischen und haptischen Feedback versehenen Ersatz-Maustasten, die für den Geschmack des Testers etwas zu viel Widerstand bieten.Dell Vostro 1310 Akku .
Sowohl der Hauptteil als auch der Nummernblock des schwarzen Chiclet-Keyboards sind jeweils ein Stück schmaler ausgefallen als ihre Pendants bei Standard-Desktop-Tastaturen. Zumindest beim Nummernblock bedeutet das, dass die Nutzbarkeit für Anwender mit größeren Händen eingeschränkt ist. Mit Tastengrößen und -abständen hatte der Tester mit seinen mittelgroßen Männerhänden keine Probleme. Die Keys sind unten abgerundet, flach und leicht gummiert, was für optimalen Grip sorgt. Abgesehen von den winzigen Beschriftungen F1 bis F12 auf den doppelt belegten Tasten der obersten Reihe sind die Tasten einwandfrei ablesbar. An oder aus sind die beiden einzigen Betriebszustände der gleichmäßigen und ausreichend hellen Tastaturbeleuchtung. Das Layout sollte den meisten Nutzern keine Umgewöhnung abverlangen.

Im mittleren Bereich lässt sich das Keyboard zwar mit etwas Kraft geringfügig eindrücken, beim normalen Tippen merkt man davon aber nichts. Bei flachem, aber ausreichendem Hub präsentiert sich das Tippgefühl ein wenig arm an Feedback, was am etwas weichen Druckpunkt, vor allem aber am deutlich abgefederten Anschlag liegt. Gleichwohl konnte der Tester fast seine Desktop-Schreibgeschwindigkeit erreichen. Die kleineren Tasten entfalten nur eine sehr dezente Geräuschkulisse, was aber nichts nützt, da die größeren mit ihrem härteren Anschlag deutlich klappern.
Lenovo hat sich für ein mattes IPS-Display in Full-HD entschieden, sodass die rund 2 Mio. Pixel verteilt auf 15,6 Zoll eine Pixeldichte von 141 ppi ergeben. Nutzer mit gutem Sehvermögen könnten die eigentlich einwandfrei scharfe Darstellung aus nächster (unüblicher) Nähe als ein wenig pixelig empfinden. Andere Bildschirme stehen nicht zur Auswahl.

Die maximale Leuchtkraft von 308 cd/m² ist sehr ordentlich und dürfte Probleme auch in hellen Innenräumen ausschließen. Etwas heller ist im Testfeld nur das Asus N552VX, das so bei fast identischem Schwarzwert auf einen Kontrast von 988:1 kommt. Spürbar dunkler fallen hingegen Acers und HPs Testteilnehmer aus. Etwas Kritik verdient die nur 80-prozentigen Ausleuchtung. Bei höchster Helligkeit ergibt sich zwischen den hellsten und dunklesten Zonen ein Helligkeitsunterschied von rund 20 %. Wie so oft an dieser Stelle bleibt von der Kritik in der Praxis kaum etwas übrig. Ein völlig schwarzes Bild zeigt sich weitestgehend homogen, minimale Ansätze von Clouding oder Screen Bleeding sind nur in dunklen Räumen zu erahnen.
Dank dem dunklen Schwarzwert von 0,33 cd/m² ergibt sich in Kombination mit der guten Helligkeit ein sehr ordentlicher, wenn auch nicht spitzenmäßiger Kontrast von 861:1. Das noch hellere Asus N552VX schafft bei nahezu identischem Schwarzwert 988:1. Dass es beim Acer Aspire F15 nur schwache 488:1 sind, liegt nicht nur an der geringeren Helligkeit, sondern auch am zu hohen Schwarzwert.

Suboptimal präsentiert sich die Farbwiedergabe. Im Auslieferungszustand liegen die Farbabweichungen mit Delta-E 7,21 (ColorChecker) bzw. 6,86 (Graustufen) ein Stück weit von Idealwerten von unter 3 entfernt, was für IPS-Verhältnisse nicht außergewöhnlich schlecht, aber eben auch nicht gut ist. So zeigt sich denn gerade im mittleren Helligkeitsbereich ein leichter Farbstich in Richtung schmutziges Grün, der sich evtl. durch Nutzung des im Kasten verlinkten Farbprofils mindern lässt. Im Testfeld bietet das HP Pavilion die beste Farbtreue im Auslieferungszustand, während das mit einem günstigeren TN-Panel ausgestattete Acer Aspire in dieser Disziplin massiv patzt. Eine weitere Schwäche des LG-Philips-Displays im Test-Notebook stellt die geringe Farbraumabdeckung dar, unter der auch das HP leidet. Nur 37 % des Profi-Farbraums AdobeRGB und 58 % des viel kleineren Quasi-Standard-Farbraums sRGB verbieten jede auch nur halbwegs ernst zu nehmende Bildbearbeitung.
Im Hinblick auf das matte und helle Display fällt es draußen auch bei gutem Wetter nicht schwer, ein zum Arbeiten geeignetes Plätzchen zu finden. Dazu muss man sich nicht einmal wie auf dem rechten Bild komplett im Schatten befinden. Wie auf dem linken Bild zu sehen ist, ist direkte Sonneneinstrahlung auf das Display aber zu vermeiden.
IPS-Displays stehen unter anderem für Blickwinkelstabilität, aber natürlich gibt es auch innerhalb dieser Klasse Unterschiede bei der Darstellungsqualität, wenn man nicht in Idealposition vor dem Bildschirm sitzt. Das LG-Philips-Panel im Testgerät zeigt zwar auch bei kleinen Einblickwinkeln Farben weitestgehend unverändert an, die nicht ganz vermeidbaren Helligkeits- und Kontrastverluste treten jedoch relativ früh und deutlich in Erscheinung. Somit liegt eine für IPS-Verhältnisse unterdurchschnittliche Blickwinkelstabilität vor, die aber in der Praxis immer noch massiv weniger Einschränkungen nach sich zieht als jedes TN-Panel.Dell Vostro 1520 Akku .
Zu der an dieser Stelle bereits dutzendfach besprochenen, extrem verbreiteten Skylake CPU Intel Core i5-6200U (2x 2,3-2,8 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) wollen wir diesmal nicht viel sagen und verweisen stattdessen auf unsere Seite zum Prozessor. Die sparsame CPU eignet sich auch für sehr kompakte Notebooks und geht auch vor anspruchsvollerer Software nicht in die Knie, soweit diese nicht zu stark parallelisiert und somit auf 4 oder mehr physische Kerne angewiesen ist, wie es bei aktuellen Spielen oft der Fall ist. Werden beide Cores belastet, liegt die Turbo-Grenze bei 2,7 GHz, die auch durchgehend gehalten werden.

Im Single-Core-Benchmark fällt der i5-6200U im Testgerät gegenüber den identischen CPUs in den Vergleichs-Notebooks zurück und rechnet auch im Gesamtvergleich geringfügig langsamer als der 6200U-Durchschnitt. Anders sieht das im Multi-Core-Benchmark aus, wo sich unser Lenovo unter den schnelleren Laptops positioniert. In der Praxis ist mit einer erwartungsgemäßen Performance zu rechnen. Im Akkubetrieb ändert sich an den Scores nichts.
Im Testfeld eignet sich das ebenfalls mit dem i5-6200U und einer HDD versehene Acer Aspire trotz stärkerer Grafikkarte am besten für einen Vergleich der Scores des PCMark 8. Wie erwartet hat das Acer stets mit sehr geringem Abstand die Nase vorn. Unser HP schwächelt trotz des gleichen Prozessors, GeForce 940MX und SSD etwas und kann das Testgerät nicht überholen.

Subjektiv leidet die Performance unter dem Fehlen einer SSD. Gerade nach einem Neustart vergeht gerne mal die eine oder andere Denksekunde, bevor sich Programme oder etwa die Systemsteuerung einsatzbereit zeigen. Dank der 4 GB DDR4-RAM im Dual-Channel-Betrieb relativieren sich die Verzögerungen aber deutlich, wenn die Programme erst einmal im Speicher residieren und bei erneuten Aufrufen nicht mehr komplett geladen werden müssen. Für sehr speicherintensive Spiele gilt das nur eingeschränkt, hier ist in der Regel im Vergleich mit Notebooks mit SSD mit teilweise mehrfach längeren Ladezeiten zu rechnen.
Laut HD Tune und auch CrystalDiskMark 3.0 sind die Übertragungsraten beim sequenziellen Lesen für eine moderne HDD unterirdisch. Schaut man sich Multimedia-Notebooks mit Festplatte aus den letzten 10 Monaten an, bleibt die auch in anderen Laptops wenig überzeugende Seagate HDD rund 20 % hinter dem Durchschnitt zurück. Ähnlich schaut es leider auch bei der für Programm- und OS-Starts wichtigen 4K-Leseleistung aus, wo der Kopf zufällig auf den Plattern verteilte, kleine Datenblöcke einsammeln muss. Wenn schon eine SSD eingespart wurde, hätte man sich zumindest für ein etwas potenteres Festplattenmodell entscheiden können.
3D-Grafikberechnungen weist die Optimus Technologie im Idealfall automatisch der Mittelklasse-Grafikkarte Nvidia GeForce 940MX (Refresh) zu, die über 2 GB eigenes, über einen 64 Bit schmalen Bus angebundenes und mit effektiv 1.800 MHz taktendes DDR3-RAM verfügt. Selten kommen in anderen Notebooks auch Varianten mit schnellerem GDDR5-Speicher zum Einsatz, die dafür etwas reduzierte Kerntakte aufweisen. Die Karte beherrscht ebenso wie die technisch fast identische Vorgängerin 940M DirectX 12 mit Feature Level 11 und arbeitet hier ebenfalls mit 384 Shadern (GM108-Chip), sodass die Performance nur geringfügig über der einer 940M zu verorten ist. Schaut man sich die Ergebnisse der 3DMarks an, landet die 940MX im Lenovo Ideapad 510 rund 10 % unter dem Durchschnitt der bisher gemessenen 940MX Karten.
Ältere, aber trotzdem noch schicke 3D-Titel wie Bioshock Infinite oder mit Einschränkungen auch Battlefield 4 bewältigt die Karte oft mit flüssiger Wiedergabe, bei neueren und/oder besonders fordernden Games ist in der Regel bei 1.366 x 768 Pixeln und mittleren Presets Schluss. Isometrische Spiele wie etwa FIFA 16 laufen hingegen zumeist auch in hohen oder höchsten Einstellungen flüssig, zumal in diesem Bereich auch keine 40 FPS Pflicht sind.

Etwas angejahrte und gleichzeitig nicht zu fordernde 3D-Games wie Bioshock Infinite oder Tomb Raider von 2013 lassen sich in Auflösungen bis 1.366 x 768 zumeist in hohen Einstellungen ruckelfrei spielen. Grafikmonster wie Crysis 3 aus demselben Jahr werden aber ebenso wie die meisten neueren und/oder grafisch anspruchsvolleren 3D-Titel nur in mittleren Presets bewältigt. Mehr geht in der Regel bei isometrischen Games wie FIFA 16 und Diablo III, nicht jedoch beim leistungshungrigen Anno 2205 von 2015.
Völlig stumm ist der Lüfter des Ideapad auch dann nicht, wenn das Notebook nur herumsteht. Befindet man sich in einem üblichen Abstand von etwa einem halben Meter zum Testgerät, kann man in einem ruhigen Einzelbüro mit laufendem PC gerade noch ein dezentes Rauschen aus den normalen Umgebungsgeräuschen heraushören. Startet oder verwendet man ein Programm wie etwa GPU-Z, genügt das oft für ein leichtes, stufiges Auftouren, was weniger wegen der nach wie vor sehr zurückhaltenden Lautstärke als wegen der Drehzahlwechsel für leichtes Belästigungspotenzial sorgt. Dell XPS L501X Akku .

Bei hoher Dauerlast, die wir mithilfe von Prime95 und FurMark erzeugen, erklingt ein gleichmäßiges, gutmütiges und nebengeräuschfreies Rauschen mit niedrigem Geräuschpegel, das bereits aus einigen Metern Entfernung kaum noch auffällt. Wäre der Lüfter weniger nervös, könnte das Ideapad in Sachen Geräuschemissionen ein noch etwas besseres Teilergebnis einfahren als ohnehin schon.
Da im Rahmen unserer Messungen unter keinen Umständen und an keiner Stelle des Gehäuses kaum mehr als Körpertemperatur erreicht wurde, sollte selbst der wohl eher selten auftretenden Fall, dass jemand mit dem Notebook auf den Knien 3D-Games zocken möchte, zu keinerlei Problemen führen. Im viel häufigeren Idle-Betrieb bzw. bei nur sporadisch auftretenden Lastspitzen kommen die Temperaturen nicht über harmlose 27 °C hinaus.

Suboptimal fällt in diesem praxisfernen Extremszenario die Turbo-Ausnutzung der CPU aus, denn mehr als konstante 2,3 GHz (Basistakt) ließ sich den beiden Kernen bei maximal 65 °C nicht entlocken. Throttling liegt somit nicht vor. Etwas ernüchternd finden wir die festgestellten Core-Frequenzen der GeForce 940MX, die zu Beginn des Stresstests mit 1.175 MHz startete, dann immer langsamer wurde und nach etwa 8 Minuten nur noch zwischen 888 und 405 MHz wechselte.
Diesen Abschnitt könnte man auch gut mit "Harman nützt nichts" überschreiben. Für unsere Tests haben wir den üblichen Musikparcours bei aktiviertem Harman Sound im werkseitigen Musik-Preset bei höchster Lautstärke, die übrigens selbst mittelgroße Räume kaum auszufüllen vermag, durchgeführt. Den mittenbetonten Sound kann man als gequetscht und etwas blechern, dabei aber nicht auffällig unnatürlich bezeichnen.

Bässe fehlen komplett, Ansätze von Dynamik sind aber vorhanden. Bei starker Beanspruchung etwa durch basslastige Metal-Musik muss mit lästigen Lautstärkeschwankungen und vermatschten Instrumenten, nicht aber Verzerrungen und übermäßig schrillen Tönen gerechnet werden. Mit dem weniger dichten Sound und Sprache in Filmen kommen die Speaker besser zurecht. Alles in allem hätten wir uns in einem Multimedia-Notebook ein etwas potenteres und besser abgestimmtes Soundsystem gewünscht.
Suchen wir in unserer Datenbank nach 15 Zoll großen Multimedia-Notebooks mit dem i5-6200U, finden wir fast nur Modelle mit einer GeForce 930M, 940M, 940MX, 945M oder GTX 950M. Im Standby erweist sich das Lenovo 510-15ISK als sparsamstes Notebook, langt dafür aber in allen drei Idle-Betriebszuständen mit am meisten hin. Noch durstiger ist hier immer nur das Acer Aspire F15 F5-573G-53V1 (GTX 950M). Bei durchschnittlicher Load avg ordnet sich der Verbrauch in etwa im Durchschnitt ein, bei maximaler Auslastung saugt das Testgerät von allen o. g. Laptops mit dedizierter Grafikkarte am wenigsten aus der Wand, was am GPU-Throttling liegen könnte. Das 65-Watt-Netzteil ist seiner Aufgabe in jeder Situation gewachsen und kann das Notebook auch bei hoher Last noch nebenher aufladen.
Im Hinblick auf den winzigen 30-Wh-Akku haben wir uns nicht viel Hoffnung auf lange Laufzeiten gemacht. Innerhalb des Testfeldes lassen wir das kleinere HP Pavilion zunächst außer acht. Am einfachsten fällt der Vergleich mit dem Acer Aspire F15, da dieses mit 62 Wh über etwa die doppelte Kapazität und die gleiche CPU, aber eine deutlich stärkere Grafikkarte verfügt. Im Idle-Betrieb holt das Testgerät im Verhältnis erheblich mehr aus seiner Akkukapazität heraus, denn das Acer schafft hier nur eine um 51 % längere Laufzeit. Unser Asus N552VX mit echtem Quadcore und GTX 950M macht in beiden Lastzuständen trotz 44-Wh-Akku ein Stück eher schlapp.

Im praxisnahen WLAN-Test bei mittlerer Helligkeit (Wie wir testen) reicht es für nur mäßig mobile 3,75 Stunden. Die Laufzeiten aller Notebooks im Test spiegeln die Verhältnisse der Kapazitäten unter Berücksichtigung der verschiedenen Motorisierungen einigermaßen stimmig wider. Der überproportionale Vorsprung des HP ist auf den kleineren Bildschirm zurückzuführen.
Die Braut namens Lenovo Ideapad 510-15ISK weiß zu gefallen.

Für unter 800 Euro bekommt man ein gut verarbeitetes, relativ leichtes und flaches Multimedia-Notebook mit ordentlichen Eingabegeräten, IPS-Bildschirm, dedizierter GeForce 940MX, aber ohne SSD, das sich in technischer Hinsicht kaum eine Blöße gibt. Dell XPS L502X Akku .

Allerdings ist an vielen Stellen Mittelmäßigkeit angesagt. Das gilt sowohl für den immerhin recht hellen und konraststarken IPS-Bildschirm mit seiner ausbaufähigen Farbwiedergabe und ausgeprägtem PWM als auch für den nur mittelschnellen Antrieb und für die eben nicht besonders guten Eingabegeräte. Wirklich ärgerlich ist der Verzicht auf eine SSD verbunden mit der Auswahl einer besonders langsamen herkömmlichen Festplatte. Und der eigentlich guten Mobilität macht der kleine Akku einen Strich durch die Rechnung. Das Soundsystem wird dem Multimedia-Anspruch kaum gerecht.

Für weitere Pluspunkte sorgen hingegen die beiden Wartungsklappen, das TPM-Modul, der leise und kühle Betrieb sowie die unter realistischen Bedingungen gute Turbo-Ausnutzung. Aus unserer Sicht bietet sich eine Kaufempfehlung an, allerdings wäre das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmiger, wenn man noch einen Hunderter weniger für das Notebook auf den Tisch legen müsste. Erfahrungsgemäß wird es nicht allzu lange dauern, bis die Preise bis auf diesen Wert sinken.