Das an und für sich gelungene und sehr laufzeitstarke Oberklasse-Convertible stolpert ausgerechnet über seine neu designten Scharniere. Hier muss der Hersteller nachbessern, denn ein wackeliges Display verhindert den Laptop-Modus. Damit erschöpft sich die Kritik bereits, das neue Zenbook hat nämlich eine Menge zu bieten.
Die Zenbook Serie von Asus steht für besonders mobile Laptops, Ultrabooks und Convertibles, die stets in einem hochwertig wirkenden, kühlen Aluminiumgehäuse daherkommen. Unverkennbares Merkmal ist das konzentrische Brushed Metal Finish auf der Rückseite ("Kreismuster"), in dessen Mitte das Asus Logo prangt. Unser Testgerät hört auf den Namen Asus Zenbook Flip UX360UA-C4159T und reiht sich in die Riege der Convertibles mit 360-Grad-Scharnier ein, die verschiedene Modi wie Notebook, Tablet oder Stand für Präsentationen einnehmen können. Im Tablet-Modus liegen die Eingabegeräte unten und sollten eigentlich durch Asus' FlipLock deaktiviert werden, was im Test aber nicht funktionierte.

Von der Ausstattung her kann man das neue Zenbook in den gehobenen Office- bzw. Business-Bereich einordnen, ohne dass spezielle Sicherheitsfeatures wie TPM-Chip oder Fingerabdrucksensor vorhanden sind. Für ordentlich Rechenleistung sorgt der verbaute Intel Core i7-6500U, der von ausreichenden 8 GB RAM flankiert wird. Um Grafikberechnungen kümmert sich die in den Prozessor integrierte GPU Intel HD 520, das Schaufenster besteht bei unserem Testsample aus einem spiegelnden Full-HD-IPS-Bildschirm. Als Massenspeicher kommt eine große 512-GB-SSD zum Einsatz. Vorinstalliert ist Windows 10 Home.

Bei einem großen deutschen Preisvergleich waren zum Testzeitpunkt sechs verschiedene Varianten des UX360UA für Preise von rund 900 bis 1.200 Euro gelistet, wobei unser Testmodell die teuerste und am besten ausgestattete Variante darstellt. Laut der Asus Seite zur Serie kann man sich alternativ auch für einen etwas langsameren Core i5-6200U, bis zu 16 GB RAM, verschiedene Displayvarianten (siehe Bildschirm-Abschnitt) und SSDs mit Kapazitäten von 128 oder 256 GB entscheiden. Alle anderen Ausstattungsmerkmale haben die Varianten gemeinsam.

Da sich 12- und 13-Zöller von der Größe her kaum unterscheiden, haben wir bei der Auswahl der Vergleichsgeräte für diesen Test eher auf ähnliche Preise und Aktualität geachtet. Mit an die Testfront müssen diesmal folgende Convertibles:
Das Acer und das HP setzen auf abweichende Konstruktionen, während das Lenovo ebenfalls über ein 360-Grad-Scharnier verfügt. Zum Testzeitpunkt im Januar dieses Jahres fiel das Lenovo mit rund 1.500 Euro preislich etwas aus dem Rahmen, passt hier aber inzwischen gut zu den Konkurrenten.
Weitere optische Akzente neben der typischen Zenbook Rückseite setzen die vom Hersteller als "Rose Gold" bezeichnete Farbe (alternativ wird "Mineral Grey" angeboten), die abgerundeten Ecken sowie die laut Asus "neu designten, farblich abgesetzten und damit besonders auffälligen" Scharniere in einer Art Kupferton, die allerdings den größten Kritikpunkt in diesem Test darstellen.

So lässt sich das Convertible zwar problemlos mit einer Hand öffnen, nur leider können die nicht fest genug eingestellten Scharniere den Deckel in einigen Winkeln schlicht nicht halten. Öffnet man das Gerät etwa nur auf 45 °, fällt es einfach wieder zu. Zieht man den Deckel aus einer 180-Grad-Position auf etwa 135 ° nach oben, fällt er wieder auf 180 ° herunter. Überhaupt genügen schon kleine Bewegungen und Erschütterungen aus, um den Deckel ungewollt in Bewegung zu setzen. So etwas passt nicht nur so gar nicht zum aufgerufenen Preis, sondern wurden vom Tester selbst bei 300-Euro-Geräten noch nicht vorgefunden. Wir haben Asus um eine Stellungnahme bzw. um ein Ersatzgerät gebeten, um die Problematik abschließend für diesen Test zu klären. Eine Aktualisierung folgt. Unabhängig davon erhalten die Scharniere in der Teilwertung vorerst 1,5 von 5 möglichen Punkten, außerdem haben wir zusätzlich die übergeordnete Gehäuse-Teilwertung um 10 % reduziert. Akku HP COMPAQ 6510b .

Viel besser hat uns die solide Base gefallen, denn die ist zwar dünn, lässt sich aber nur mit einigem Kraftaufwand und auch nur in engen Grenzen verwinden und knisterte bei unseren Versuchen nur ab und zu etwas. Der Deckel ist zwar nicht gerade steif, lässt sich aber nur in durch die Alu-Rückseite gesetzten Grenzen verformen und präsentiert sich recht druckresistent. Wie schon beim im Juni getesteten, optisch sehr ähnlichen, aber erheblich günstigeren Asus Zenbook UX360CA ist das Display schwimmend in den Rahmen eingelegt, was Beschädigungen durch Verformung des Deckels vorbeugt. An der augenscheinlich erstklassigen Verarbeitungsqualität ist keine Kritik möglich.
Unsere Vergleichs-Convertibles haben wir für diesen Abschnitt zwecks besserer Vergleichbarkeit teilweise durch einige 13-Zöller ersetzt. Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich beim Testgerät um eines der leichtesten und dünnsten Geräten im Feld. Der Zenbook Bruder UX360CA-FC060T ist nur minimal schwerer und breiter, während das Dell Inspiron 13 5368 rund 400 Gramm mehr wiegt und vor allem deutlich dicker ist. Ein fast identisches Gewicht wie das Zenbook UX360UA weist das Lenovo Yoga Pro 3 auf, fällt aber einen knappen Zentimeter breiter aus. Das meiste Volumen nimmt das 1,5 kg schwere Acer Aspire R13 in Anspruch.
Formatbedingt bietet das Zenbook nur eine kleine Auswahl an Anschlüssen. Neben zwei herkömmlichen USB-3.0-Ports ist immerhin noch 1x USB 3.1 Typ C Gen 1 an Bord. Außerdem hat der Platz für Standard-HDMI gereicht, sodass kein Adapter erforderlich ist. Die Ports befinden sich bis auf 1x USB 3.0 alle rechts und sind komplett in den hinteren bzw. mittleren Bereichen der Seiten untergebracht, was sich etwa bei Verwendung einer externen Maus ergonomisch bezahlt macht.

Mithilfe unserer Referenz-Speicherkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II haben wir die Transferraten des Kartenlesers getestet. Die Ergebnisse sind ernüchternd, denn über USB-2.0-Niveau kommt er nicht hinaus. Wer häufiger größere Mengen an Fotos auf das Asus schaufeln will, sollte sich für kleines Geld einen externen USB-3.0-Kartenleser zulegen.
Für die drahtlose Kommunikation ist das rund zwei Jahre alte Modul Intel Dual Band Wireless-AC 7265 zuständig. Wie schon der Name verrät, beherrscht es neben den althergebrachten Standards b, g und n im 2,4-GHz-Band auch das ausschließlich im weniger strapazierten 5-GHz-Band funkende IEEE 802.11 ac mit einer maximalen Bruttodatenrate von 867 Mbit/s (MIMO 2x2). Wie immer ist Bluetooth integriert, das sich spätestens durch ein Treiber-Update in der Version 4.2 nutzen lässt.

Obwohl das HP Spectre x2 dasselbe WLAN-Modul mitbringt, fällt es bei identischen, idealen Bedingungen 13 bis 39 % hinter das Testgerät zurück. Unter Berücksichtigung des Overheads ist von diesem Modul nicht viel mehr zu erwarten, als unser Zenbook liefert - sehr schön.
Neben den üblichen Garantie- und Einrichtungshinweisen sowie dem Netzteil herrscht Leere im Karton. Im Hinblick auf das Fehlen von Recovery-Medien sollte die Recovery Partition unangetastet bleiben.
Zum Einsatz kommt eine in drei Stufen gleichmäßig beleuchtbare und einwandfrei beschriftete Chiclet-Tastatur, die ebenso breit ausfällt wie ein Standard-Desktop-Pendant (ohne Nummernblock). Die flachen, rutschhemmenden Tasten sind ausreichend groß und nicht zu beengt angeordnet. Da auch das Layout keine Überraschungen bereithält, konnte der Tester ein für seine Verhältnisse ordentliches Schreibtempo erreichen.

In der Mitte und rechts davon lässt sich die Keyboard-Matte geringfügig eindrücken, beim normalen Schreiben fällt das aber nicht auf. Das leicht schwammige Schreibgefühl wird vom geringen Hub, dem spürbaren, wenn auch nicht gerade knackigen Druckpunkt und dem eher weichen Anschlag bestimmt. Für lärmsensible Umgebungen eignet sich das Asus Zenbook UX360UA eher nicht, denn im Gegensatz zu den kleinen klappern die großen Tasten deutlich.

Im Verhältnis zur Gehäusegröße ist das Clickpad ohne physisch abgesetzte Tasten angenehm groß ausgefallen, allerdings ist es nicht ganz bis zu den äußeren Rändern hin berührungsempfindlich. Mit den Gleiteigenschaften ist der Tester nicht gut zurecht gekommen, weil schon leicht bzw. normal feuchte Finger dazu neigen, an der glatten Oberfläche zu kleben. Der Mauszeiger lässt sich präzise steuern, kann schnelle Bewegungen aber teilweise nicht nachvollziehen. Mausgesten mit bis zu drei Fingern werden weitgehend zuverlässig umgesetzt. Akku HP COMPAQ 6710b .

Viel Feedback bieten die flachhubigen Ersatz-Maustasten nicht. Der Druckpunkt ist vielleicht etwas weich, dafür ertönt bei Betätigung ein angenehm abstimmtes akustisches Feedback.

Mit dem 10-Punkte-Touchscreen hatten wir im Test keine Probleme. Er ist bis in die Ecken hinein berührungsempfindlich, genau und reaktionsfreudig.

Bei einem 13-Zoll-Convertible braucht man nicht mit Wartungsklappen oder einem von außen entnehmbaren Akku zu rechnen. Die Innereien sind nur durch eine Demontage der Bodenplatte zu erreichen, die Asus dem Nutzer durch Verwendung von Torx-Schrauben auch noch zusätzlich erschwert.

Asus gewährt eine 24-monatige Herstellergarantie (Pick-up & Return). Daneben gilt natürlich die gesetzliche Händlergewährleistung. Nähere Infos dazu gibt es hier.
Zum Einsatz kommt ein glänzender, IPS-basierter Full-HD-Touchscreen. Verteilt auf 13,3 Zoll ergeben die knapp 2 Mio. Pixel eine sehr ordentliche Pixeldichte von 166 ppi. Selbst mit seiner neuen Brille konnte der Tester auch aus nächster Nähe nicht über eine pixelige Darstellung klagen. An der Bildschärfe gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Laut Asus Seite zum Convertible stehen folgende Panels zur Auswahl:
Keine Blöße gibt Asus sich in Sachen Helligkeit und Kontrast - im Gegenteil. Für das hervorragende Kontrastverhältnis von 1.274:1 zeichnet neben der tollen Maximalhelligkeit von 326 cd/m2 noch der sehr niedrige Schwarzwert von nur 0,27 cd/m2 verantwortlich. Innerhalb des Testfeldes tut sich das Zenbook Display in diesen Disziplinen nicht einmal besonders hervor. So kommt das Acer Aspire trotz etwas geringerer Leuchtkraft dank seinem bombigen Schwarzwert von 0,17 cd/m2 (!) gar auf einen enormen Kontrast von 1.882:1, während das HP Spectre "nur" 802:1 erreicht, weil der Schwarzwert hier mit 0,44 cd/m2 etwas zu hoch ausgefallen ist.

86 % gemessene Ausleuchtung sind zunächst unauffällig. Betrachten wir ein völlig schwarzes Bild bei höchster Helligkeit, werden in den beiden linken Ecken sowie am rechten Rand auffällige Lichthöfe sichtbar, die in der Praxis aber nur bei sehr dunklen Bildschirminhalten auffallen.
Abgesehen von den Lichthöfen präsentiert sich auch subjektiv ein sattes Schwarz. Der ambitionierte Bildbearbeiter wird in der Regel größere Bildschirme vorziehen, kann sich aber über eine weitgehende 93-Prozent-Abdeckung des kleinen Standard-Farbraums sRGB freuen (AdobeRGB: 60 %), auf den die meisten Bildaufnahme- und Wiedergabegeräte im Consumer-Bereich abgestimmt sind. Etwas mehr Farben kann unser Acer Aspire darstellen, das auf 98 % des sRGB- bzw. 65 % des großen AdobeRGB-Farbraums kommt.

Das Acer kann zudem schon im Auslieferungszustand mit einer Farbtreue glänzen, die nahe an Idealwerten von unter Delta-E 3 liegt, was man vom Testgerät nicht ganz behaupten kann. Im Ergebnis ist bei unserem Test-Sample ein leichter und nicht sehr auffälliger Farbstich in Richtung Blassgrün zu beobachten, der sich eventuell durch Verwendung des im Kasten verlinkten Farbprofils beseitigen lässt.
Draußen gelingt die Bedienung wegen der allgegenwärtigen Reflexionen auch an einem bewölkten Tag nur mit ergonomischen Einschränkungen, solange man sich nicht gezielt positioniert und so verhindert, dass sich helle Flächen wie der Himmel im Display spiegeln (linkes Bild). Was bei diesem Umgebungslicht geht, zeigt das rechte Foto, das wir mit einem Hauseingang im Rücken aufgenommen haben.
In Sachen Blickwinkelstabilität haben wir es für IPS-Verhältnisse mit einem guten, aber nicht überragenden Panel zu tun. Egal, wie klein der Einblickwinkel auf horizontaler oder (!) vertikaler Ebene auch ist - minimal verfälschte Farben bekommt man nur zu Gesicht, wenn man etwa von schräg oben auf den Bildschirm blickt, was durch die Eckfotos unserer Collage repräsentiert wird. Helligkeits- und damit auch Kontrastverluste halten sich in engen Grenzen, wenn man sich normal vor dem Schirm bewegt, und fallen erst bei besonders kleinen Winkeln auf. Für den Tablet-Modus ist dieses Display ohne Einschränkungen geeignet.
Von der Leistung her handelt es sich beim Asus Zenbook Flip UX360UA im Prinzip um einen hochgezüchteten Office-Rechner, der dank smarter Dualcore-CPU mit Hyperthreading, ausreichender Speicherbestückung auch mit anspruchsvoller Software wie etwa Adobe Photoshop fertig wird und dem Anwender dank großer SSD in der Regel eine völlig flüssige Bedienung gewährleisten kann. Dem Zocken aktueller 3D-Titel stehen in der Regel die nur zwei physischen Kerne und vor allem die schwachbrüstige Prozessorgrafik im Wege.
Von der durchaus messbaren Mehrleistung des höher taktenden Intel Core i7-6500U (2x 2,5-3,1 GHz, Hyper-Threading, TDP 15 W) gegenüber der günstigeren Brot-und-Butter-CPU i5-6200U (2x 2,3-2,8 GHz, Hyper-Threading, TDP 15 W), die es unserer Meinung nach im Hinblick auf den Einsatzzweck des Convertibles auch getan hätte, dürfte in der Praxis wenig übrig bleiben. Der sparsame Skylake Dualcore, der sich auch für noch kompaktere Notebooks als das Testgerät eignet, erreicht bei Auslastung beider Kerne eine Turbo-Frequenz von maximal 3,0 GHz. Unterstützung für DDR4-RAM ist erstmals an Bord, aber Asus hat sich für langsameren DDR3-Speicher entschieden. Die knappe TDP muss sich die CPU mit der integrierten Grafikeinheit Intel HD 520 teilen. Akku HP COMPAQ 6715s .

Auch anspruchsvolle Software stellt den Prozessor kaum vor Probleme, soweit sie nicht aufgrund starker Parallelisierung deutlich von vier oder mehr physischen Kernen profitiert, was auf viele aktuelle Games zutrifft. Im Vergleich mit anderen Notebooks mit der gleichen CPU liegt die Performance im erwarteten Bereich. Etwas zu wünschen übrig lässt die Turbo-Ausnutzung in unserer Cinebench-R15-Multicore-Schleife. Hier bewegten sich die Takte zwischen 2,7 und 3,0 GHz bei einem Durchschnitt von knapp 2.850 MHz. Ohne Stromnetz ändert sich an den Scores nichts.
Wie im Hinblick auf die Motorisierung und die SSD nicht anders zu erwarten war, gestaltet sich die Bedienung des Asus Zenbook UX360UA mehr als flüssig. Kaltstarts und das Öffnen von Programmen erfolgen rasant, und auch ausuferndes Multitasking mithilfe diverser Tabs des Speicherfressers Chrome (Besserung wurde angekündigt) kann den Laptop kaum aus dem Tritt bringen.

Die Scores des zur Messung verwendeten PCMark 8 liegen auf dem Niveau vergleichbar ausgestatteter Notebooks. Im Feld der Vergleichs-Laptops liegen die Ergebnisse recht dicht beieinander, nur das HP Spectre x2 fällt mit seiner erheblich langsameren 4,5-Watt-CPU deutlich zurück.
Da die verbaute Hynix SSD über SATA 3 angebunden ist, sind generell keine höheren Übertragungsraten als gut 500 MB/s zu erwarten. Dieses Limit wird laut CrystalDiskMark 3.0 bei sequenziellen Lesevorgängen ungewöhlich deutlich unterschritten, sodass die Hynix hier auf dem letzten Platz im Testfeld landet, ohne dass das in der Praxis große Auswirkungen haben sollte. Punkten kann die SSD dann wiederum bei der sequenziellen Schreibleistung. Bei der SSD im HP Spectre x2 verhält es sich genau andersherum, was vorzuziehen wäre, weil die Leseleistung ungleich wichtiger ist.

Spannend ist noch die Performance beim Einlesen kleiner, verteilter Datenblöcke (Read 4k), wie es typisch für OS- und Programmstarts ist. Ein "Gut" können wir in dieser Disziplin schon ab 30 MB/s vergeben, die das Zenbook knapp verfehlt. Sehr gut wäre die Leseleistung ab etwa 40 MB/s. Insgesamt kann man die Leistung der Hynix SSD als durchschnittlich bezeichnen, trotzdem wischt sie natürlich mit jeder herkömmlichen Festplatte den Boden auf.
Für umfassende Informationen und Benchmarks zur in den Prozessor integrierten Grafikeinheit Intel HD 520 ohne eigenen Speicher verweisen wir auf unsere entsprechenden Seite in der FAQ-Sektion. 2D-Aufgaben bewältigt die sparsame GPU anstandslos, kommen aber 3D-Berechnungen ins Spiel, ist schnell Ende im Gelände. Daran ändert auch nichts, dass das Exemplar im Zenbook UX360UA zu den schnellsten seiner Art in unserer Datenbank gehört.
Auch hier gibt es nicht viel zu berichten. Von den drei getesteten Games läuft nur Bioshock Infinite von 2013 in niedrigsten Einstellungen wirklich flüssig, die durchschnittlich (!) 32 fps bei Battlefield 4 reichen für einen Shooter nicht aus. Aktuellere Grafikkracher wie Witcher 3 verkommen zur unspielbaren Ruckelorgie. Besser sieht es mit isometrischen Titeln wie etwa FIFA 16, Sims 4 etc. aus. Eher schlichte 3D-Titel wie Counter-Strike: GO von 2012 bewältigt die GPU teilweise auch in hohen Einstellungen bei 1.366 x 768 Pixeln.
Den stets laufenden Lüfter hört man im Idle-Betrieb aus der üblichen Entfernung von einem halben Meter nur mit Mühe aus den Umgebungsgeräuschen eines ruhigen Einzelbüros mit laufendem PC heraus. Der Aufruf eines Youtube Videos in Full-HD führt zu keiner Drehzahlsteigerung. Also schmeißen wir gleich Prime95 und FurMark an, um den Luftquirl aus der Reserve zu locken. Klappt aber nicht so richtig, denn auch in diesem praxisfernen Stresstest-Szenario kommt er nicht über ein dann vielleicht noch aus zwei Metern vernehmbares, sehr dezentes Rauschen hinaus. Einen modernen 15-Watt-Prozessor geräuscharm zu kühlen, ist kein Hexenwerk. Unser Zenbook bewältigt diese Aufgabe in überzeugender Weise. Akku HP COMPAQ 6910p .
Bei einer im Stresstest erreichten maximalen Oberflächentemperatur von nur 33 °C wäre jedes weitere Wort an dieser Stelle überflüssig.

Interessanter stellt sich der Frequenzverlauf im besagten Stresstest mit Prime95 + FurMark dar. Die niedrige 15-Watt-TDP kommt bei gleichzeitiger maximaler Last auf CPU und integrierter GPU an ihre Grenzen, sodass massives Throttling eintritt. Für mehr als 1,4 GHz (CPU) und 850 MHz (GPU) hat es hier nicht gereicht. Dieses Verhalten ist kein Malus speziell des Testgerätes, sondern typisch für ULV-Prozessoren.
In der Regel leidet der Sound unter besonders kompakten und flachen Gehäusen wie dem des Testgerätes, weil hier kaum noch Resonanzraum zur Verfügung steht. Die Hersteller behelfen sich oft mit Tweaks, die beispielsweise nicht darstellbare Bassfrequenzen in höheren Tonlagen psychoakustisch nachbilden. Im Ergebnis bekommt man es dadurch leider oft mit einer unnatürlichen Wiedergabe zu tun. Den Klang unseres Zenbooks kann man als stark mitten- und höhenlastig sowie deutlich gequetscht (Kompression) charakterisieren.

Obwohl von echten Bässen jede Spur fehlt, darf man sich über eine tatsächlich brauchbare Dynamik freuen, und auch die Räumlichkeit ist nicht völlig auf der Strecke geblieben. Kommen viele laute Instrumente gleichzeitig zum Einsatz, regeln die Lautsprecher ab, was sich in unschönen Lautstärkeschwankungen äußern kann. Zu Verzerrungen kam im Rahmen unserer Tests aber nicht. Bei basslastiger Metal-Musik mit hohen Pegeln neigt der Klang zum Vermatschen. Sprache in Filmen und Spielen ist gut verständlich und klingt dabei natürlicher als die meisten Musikstücke. Der Realtek Treiber bietet so gut wie keine Einstellungsmöglichkeiten. Alles in allem schlägt sich das UX360UA für ein Convertible dieser Größe recht passabel.
Vergleicht man den Energiehunger von Notebooks im 13-Zoll-Format mit der gleichen CPU und SSD sowie ohne dedizierte Grafikkarte mit dem des Zenbooks, liegen die Verbrauchswerte in ausgeschaltetem Zustand sowie im Standby ebenso unter dem Durchschnitt wie in allen anderen Lastzuständen außer Idle min, wo das Zenbook 2,1 Watt mehr verbraucht und Idle avg, wo es genau im Schnitt liegt. Soweit, so unauffällig. Das 45-Watt-Netzteil ist seiner Aufgabe jederzeit gewachsen.
Für die Analyse der Akkulaufzeiten ziehen wir dieselbe Auswahl wie im Abschnitt Energieaufnahme heran, wobei die so gefilterten Notebooks natürlich unterschiedliche Akkukapazitäten aufweisen. Unser Testgerät kommt auf 57 Wh. Geht es um die maximale Laufzeit (Wie wir testen), kann sich das Asus mit knapp 19,5 Stunden schon mal den zweiten Platz hinter dem Zenbook Bruder UX305UA-FC040T mit fast identisch großem Stromspeicher (56 Wh) sichern.

Im praxisnahen WLAN-Test bei mittlerer Helligkeit belegen die beiden Zenbooks in umgekehrter Reihenfolge wieder die ersten beiden Plätze - und das mit Akkulaufzeiten von um die 9,5 Stunden, die jeden Nutzer sicher über den Tag bringen sollten. Die Convertibles in der Auswahl für diesen Test können schon aufgrund geringerer Akkukapazitäten nicht mithalten, wobei sich das Acer Aspire als etwas zu durstig für seine Motorisierung erweist.
Unsere Tests beurteilen das, was uns zum Testen zur Verfügung gestellt wird, in diesem Fall ein brandneues Verkaufsgerät aus dem Online Shop. Leider wird das Convertible durch seine untauglichen Scharniere ein gutes Stück weit entwertet. Im Notebook-Modus oder in Umgebungen, wo es zu Erschütterungen kommen kann, wie im Auto oder in der Bahn, ist es kaum zu gebrauchen. Aber auch stationär kann das Display den eingestellten Winkel oft nicht halten. Stand- und Tablet-Modi sind hingegen nicht betroffen. Die vorgenommene Abwertung hat das Endergebnis deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Wir haben Asus um eine Stellungnahme gebeten. Der Testbericht wird bezüglich dieses Problems aktualisiert werden.

Knapp daneben ist auch vorbei. Seine teilweise unbrauchbaren Scharniere verwehren dem leichten und dünnen Asus Zenbook Flip UX360UA trotz ansonsten weitgehend überzeugender Vorstellung eine Kaufempfehlung.

Ansonsten gibt es wenig Negatives zu berichten. Etwas ärgerlich, aber klassentypisch finden wir die nicht vorhandenen Wartungsmöglichkeiten. Warum es nun auch noch Torx-Schrauben sein müssen, das bleibt unverständlich. Das Tempo des Kartenlesers ist im Hinblick auf den gehobenen Preis unangemessen. Und mit den Gleiteigenschaften des Touchpads hatte der Autor ungewohnt viele Probleme. Akku HP COMPAQ 6715b .

Das edle, solide und trotzdem sehr leichte und dünne Gehäuse gehört hingegen eindeutig zu den Pluspunkten, was auch für den Bildschirm, den weitestgehend kühlen und sehr leisen Betrieb und insbesondere die tollen Akkulaufzeiten gilt.