Das neue Zenbook von Asus erbt die besten Eigenschaften der Serie wie das tolle Gehäuse sowie ein geringes Gewicht und offenbart im Test abgesehen von den etwas durchwachsenen Eingabegeräten kaum Schwächen, insbesondere nicht bei den großartigen Akkulaufzeiten.
Auf der Asus-Seite zum neuen Zenbook UX330 wird das Subnotebook vor allem mit seiner Eleganz und langen Akkulaufzeiten beworben. Ferner wird prominent auf die geringe Bauhöhe und das geringe Gewicht von nur 1,2 kg hingewiesen. Auch in unserem Augen stellen diese Merkmale Highlights des für mobile Office-Aufgaben, aber auch für anspruchsvollere Software prädestinierten Laptops dar.

Zu den verschiedenen Varianten in Silber oder Rose Gold, von denen bei einem großen Berliner Preisvergleich zum Testzeitpunkt 10 Stück gelistet waren, haben wir bei Asus bisher keine dezidierten Informationen gefunden. Es sind allerdings Spezifikationen aufgelistet, die einen Überblick über die zur Auswahl stehenden Komponenten verschaffen. Unser Testgerät kommt mit einem Intel Core i7-6500U, alternativ steht ein etwas langsamerer i5-6200U zur Verfügung. Statt Windows 10 Home kann man sich auch für die Pro-Version entscheiden. Während unsere UX3360UA-Variante namens FC059T ein IPS-basiertes Full-HD-Display beheimatet, steht für Interessenten mit Adleraugen auch eines mit 4K-Auflösung bereit. Bei den Massenspeichern kommen stets SSDs zum Einsatz, die 256 (Testgerät) oder 512 GB Kapazität aufweisen. Alle anderen Ausstattungsmerkmale haben alle Varianten gemeinsam. Beim oben erwähnten Preisvergleich bewegen die Preise sich zwischen rund 900 und knapp 1.400 Euro. Beim getesteten Modell liegt die Spanne zwischen rund 1.089 und 1.109 Euro.

Zenbooks im 13-Zoll-Format, die sich untereinander immer sehr ähnlich sehen, hatten wir schon einige im Test, als Beispiel sei das kürzlich getestete Convertible Asus Zenbook Flip UX360UA genannt. Da im Bereich herkömmlicher Subnotebooks mehr Auswahl besteht als bei Convertibles, konnten wir diesmal einige gleichformatige Notebooks für den Test heraussuchen, die in ähnlichen Preisregionen rangieren und sich ebenfalls an mobile Nutzer wenden. Darunter befindet sich auch ein weiteres Zenbook namens UX305CA-FB055T mit hochauflösenden 3.200 x 1.800 Pixeln und dem deutlich langsamerem 4,5-Watt-Prozessor Intel Core m7-6Y75. Die Kandidaten sind:
Unverkennbare Merkmale aller Zenbooks sind eine im Verhältnis zur Bildschirmdiagonalen dünne und leichte Bauweise, ein Aluminiumgehäuse mit kühler Haptik, abgerundete Ecken sowie natürlich der konzentrische Kreismuster-Schliff auf der Deckelrückseite, in dessen Mitte das silberne Asus-Logo prangt. Die anderen Oberflächen sind alle in mattem Silber gehalten und erweisen sich als komplett unempfänglich für Fingerabdrücke. Auch mit etwas Kraft lässt sich die Base nur in engen Grenzen verwinden und gibt dabei fast keine Geräusche von sich. Etwas flexibler präsentiert sich der dünne, weitgehend druckresistente Deckel. Unterhalb der Tastatur lässt sich die Base recht leicht etwas eindrücken. Akku Lenovo LO8N6Y02 .

Nachdem wir beim Convertible-Bruder Asus Zenbook Flip UX360UA massive Probleme mit dessen neu konzipierten Scharnieren hatten, kommt hier wieder eine bewährte Konstruktion zum Einsatz. Die ermöglicht trotz des geringen Gewichts der Base einhändiges Öffnen, schwingt bei ruckartigen Bewegungen aber auch einige Sekunden nach. Der maximale Öffnungswinkel, der bei den meisten Notebooks etwa 135 ° beträgt, fällt hier 15 bis 20 ° geringer aus. In Sachen Verarbeitung leistet sich Asus keine relevanten Schnitzer, nur die Bodenplatte sitzt in zwei der Ecken nicht ganz passgenau, sodass sich schmale Spalte auftun. Das ändert aber nichts am insgesamt sehr soliden und edlen Eindruck, den das Gehäuse im Test hinterlassen hat.
Innerhalb des Testfeldes sind die beiden von den Maßen her sehr ähnlichen Zenbooks die Geräte mit den größten Grundflächen. So ist gerade das jeweils rund 2 cm weniger breite und tiefe, dafür aber auch 5 mm höhere Dell XPS 13 deutlich kompakter ausgefallen. Das geringste Volumen im Test dürfte auf das Lenovo IdeaPad 710 entfallen, das ebenfalls schmaler und weniger tief ist als unser Zenbook UX330UA, aber auch nur einen halben Millimeter dicker. In Sachen Gewicht herrscht Gleichstand.
Eine umfassende Anschlussausstattung gehört schon formatbedingt nicht zu den Stärken der Zenbooks, wo sollte man die Ports auch unterbringen? Immerhin hat es neben zwei herkömmlichen USB-3.0-Ports noch für einen nach USB 3.1 Typ C Gen 1 gereicht. HDMI ist zwar dabei, aber nur in der Micro-Variante. Dass kein Adapter beilegt, müssen wir wohl kaum noch erwähnen. Volle Punktzahl erhält das UX330UA für die Positionierung der Ports, die komplett ergonomisch günstig hinten an den beiden Seiten gelandet sind. Die Abstände sind freilich etwas knapp, sollten aber für die meisten Kabel und Geräte ausreichen.
Wer häufig viele Fotos von einer Speicherkarte aufs Notebook schieben möchte, wird wie auch bei anderen aktuellen Zenbooks von einem unterklassig langsamen SD-Cardreader ausgebremst, der auch mit unserer potenziell rasanten Referenz-Speicherkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II über USB-2.0-Tempo nicht hinauskommt. Viel schneller, wenn auch keineswegs überragend, fallen hingegen die Übertragungsraten des Lenovo 710S aus.
Da Ethernet fehlt, ist man zur Verbindung mit der Außenwelt auf Funk angewiesen, für den das bewährte Modul Intel Wireless-AC 7265 verantwortlich zeichnet. Es beherrscht neben den herkömmlichen 2,4-GHz-Standards auch 802.11 ac, der ausschließlich im weniger überlaufenen 5-GHz-Band unterwegs ist. In einem Meter Entfernung zu unserem Standardrouter erreichte das Zenbook beim Empfangen Übertragungsraten von 609 Mbit/s und beim Senden noch 421 Mbit/s. Berücksichtigt man den Overhead, ist zumindest der erste Wert gar nicht mal so weit von der theoretischen Bruttoübertragungsrate von 867 Mbit/s entfernt (MIMO 2x2). Das Modul integriert Bluetooth, das spätestens nach einem Treiberupdate in der Version 4.2 zur Verfügung stehen sollte.
Es handelt sich beim Zenbook UX330UA nicht um einen Business-Laptop, gleichwohl ist ein Trusted Platform Module verbaut, außerdem verfügt das Gerät statt eines Kensington-Lock-Ports über eine "USB Security Lock Cable Solution". Akku Lenovo G550 .

Während dem Zenbook UX360UA eine Tasche beiliegt, was vermutlich dessen Convertible-Eigenschaft zu verdanken ist, findet sich im Karton des UX330UA stattdessen neben Netzteil sowie Einrichtungs- und Garantiehinweise noch ein USB-Ethernet-Adapter.

Eigene Wartungsarbeiten erschwert Asus wie schon beim Zenbook UX360UA durch die Verwendung von neun kleinen Torx-Schrauben, die man lösen muss, um die Bodenplatte entfernen zu können. Da es sich um ein Shopgerät handelt, haben wir von der Öffnung Abstand genommen.

Asus gewährt eine 24-monatige Herstellergarantie (Pick-up & Return). Daneben gilt natürlich die gesetzliche Händlergewährleistung. Nähere Infos dazu gibt es hier.
Die Breite der in drei Stufen gleichmäßig und kontrastreich beleuchtbaren Chiclet-Tastatur entspricht der von normalen Desktop-Keyboards (ohne Nummernblock). Deswegen fallen sowohl die Größe als auch der Abstand der flachen, leicht gummierten und einwandfrei beschrifteten Tasten zueinander aus wie gewohnt, was ebenso wie das weitgehend überraschungsfreie Layout ein hohes Schreibtempo begünstigt. Etwas fummelig sind die unter der rechten Shift-Taste gruppierten, halbierten Cursor-Keys ausgefallen, außerdem wurde der On/Off-Button oben rechts in die Tastatur integriert.

Investiert man mehr Druck, als er beim normalen Schreiben auftritt, lässt sich die Keyboard-Matte gerade in der Mitte etwas eindrücken, was dem insgesamt brauchbaren Eindruck, den die Konstruktion hinterlässt, keinen Abbruch tut. Viel Hub haben die Tasten nicht aufzuweisen, dafür ist der Druckpunkt gut spürbar. Für den Geschmack des Autors ist der Anschlag etwas zu weich ausgefallen, sodass sich ein leicht schwammiges Schreibgefühl einstellt. Während die kleinen Keys recht leise sind, klappern die größeren vernehmlich. Alles in allem empfinden wir die Qualität des Keyboards als etwas unterklassig für den aufgerufenen Preis, sodass anspruchsvolle Vielschreiber sich evtl. anderweitig umsehen sollten.
Asus hat die zur Verfügung stehende Fläche gut ausgenutzt und sich für ein angenehm großes Touchpad entschieden, das als Clickpad ohne physisch abgesetzte Tasten ausgeführt ist. Die minimal angeraute Oberfläche registriert an den äußersten Rändern keine Berührungen mehr und besitzt mit trockenen Fingern gute Gleiteigenschaften. Sind die Finger hingegen nur leicht feucht, wie es meistens der Fall ist, ist der Widerstand zu hoch, was der Tester als lästig empfand.

Präzision und Ansprechverhalten bleiben im positiven Sinne unauffällig, Drag & Drop durch Doppeltipp bereitet keinerlei Probleme. Kritisieren müssen wir die Ersatz-Maustasten, die kaum Hub aufweisen und weder über ein ordentliches akustisches als auch haptisches Feedback verfügen. Der Druckpunkt ist nur sehr schwach spürbar sowie viel zu nahe am Anschlag, und mehr als ein zu leises Klicken ist den Keys auch nicht zu entlocken. Hier haben wir einen der wenigen Schwachpunkte des Asus Zenbook UX330UA identifiziert. Mangels dediziertem Treiber bleibt es bei den Windows-10-Konfigurationsmöglichkeiten, die den meisten Nutzern aber genügen sollten.
Asus setzt auf eine mattes IPS-Display mit Full-HD-Auflösung. Die beiden Zenbooks überzeugen mit der höchsten Helligkeit im Testfeld, können sich mit ihren auch im Gesamtvergleich sehr guten Werten aber nicht einmal entscheidend von den Konkurrenten im Test absetzen. So beträgt der Rückstand des immer noch ordentlich hellen Dell XPS 13 nur 18 %. Dieses kann in Sachen Kontrast aufgrund des niedrigsten Schwarzwertes fast mit dem Test-Zenbook mithalten, das auf herausragende 1.636:1 kommt. Mit einem viel zu hellen Schwarzwert patzt das hochauflösende Zenbook UX305CA, was den Kontrast auf nur noch mittelmäßige 565:1 drückt. Alternativ steht auch hier ein IPS-Panel mit 3.800 x 1.800 Punkten zur Auswahl, das den Gesamtpreis natürlich nach oben verschiebt. Akku Lenovo G570 .

86 % gemessene Ausleuchtung liegen in etwa im Schnitt und bestätigen sich subjektive in einem weitgehend homogenen und durchaus satten Schwarzbild, nur am unteren Rand kleine Ansätze von Screen Bleeding zu beobachten, die bei normalen Bildschirminhalten nicht auffallen.

Bei ab Werk mittelmäßiger Farbgenauigkeit (Delta-E sollte unter 3 liegen, Farbprofil ist im Kasten verlinkt) und einem etwas zu hohen Gammawert legt das AU-Optronics-Panel bei der Farbtemperatur fast eine Punktlandung hin, denn ideal ist hier ein Wert von 6500 Kelvin. So zeigt sich denn auch nur ein minimaler Farbstich in Richtung Grün. Wirklich aus der Reihe fällt unter den Vergleichslaptops im positiven Sinne nur der Bildschirm des Zenbook.

Eine hohe Farbraumabdeckung ist zumeist nur für professionelle bzw. ambitionierte Bildbearbeiter wichtig, für den Hobbybereich sollte zumindest der kleine Standard-Farbraum sRGB möglichst weitgehend dargestellt werden können, was auf viele moderne IPS-Display zutrifft. Unser Zenbook verfehlt diese Anforderung nur knapp.

Wir konnten einen sonnigen Moment abpassen und so feststellen, dass man trotz mattem und sehr hellem Screen Positionen provozieren kann, in denen fast nichts mehr zu erkennen ist (linkes Bild). An einem bewölkten Tag sollten sich aber auch ohne direkten Schatten immer Möglichkeiten finden lassen, dass Zenbook halbwegs reflexionsfrei zu benutzen. Das rechte Bild stellt eine ideale Position mit einem Hauseingang im Hintergrund dar.

IPS-Panels wie das des UX330UA garantieren viel Bewegungsfreiheit vor dem Bildschirm, und mit verfälschten Farben braucht man bei Verschiebung des Einblickwinkels in horizontaler oder (!) vertikaler Richtung nicht zu rechnen. Hier kommt es je nach Güte des Panels aber bei spitzeren Winkeln zu mehr oder weniger ausgeprägten Helligkeits- und Kontrastverlusten, die wir hier als durchschnittlich ausgeprägt bezeichnen. Somit sind in der Praxis keinerlei Einschränkungen zu erwarten.</p>

Das Asus Zenbook UX330UA-FC059T ist ein hochmobiler Office-Rechner, dessen Leistungsreserven dank Hyper-Threading-Dualcore und 8 GB RAM auch für anspruchsvolle Software wie etwa Adobe Lightroom ausreichen. Ohne SSD würde die Bedienung aber spürbar weniger flüssig vonstatten gehen. Für aktuelle 3D-Games eignet sich das Zenbook aufgrund der nur zwei physischen Kerne und vor allem wegen der schwachen Prozessorgrafik nicht.
Beim Intel Core i7-6500U handelt es sich um einen stark verbreiteten, sparsamen ULV-Dualcore aus Intels Skylake-Generation, der dank Hyper-Threading bis zu vier Tasks (vermeintlich) gleichzeitig abarbeiten kann. Dank seiner niedrigen TDP von 15 Watt eignet er sich auch für besonders kompakte flache Ultrabooks, Convertibles oder Laptops wie das Testgerät. Der Basistakt von 2,5 GHz kann per Turbo auf bis zu 3,1 GHz angehoben werden. Werden beide Cores belastet, ist bei 3,0 GHz Schluss. Skylake kann erstmals mit DDR4-RAM umgehen. Die integrierte GPU hört auf den Namen Intel HD Graphics 520. Akku Lenovo G560 .

Im Vergleich mit anderen Notebooks mit der gleichen CPU liegt die Leistung des Testgerätes im Cinebench R15 im erwarteten Bereich. Das Balkendiagramm unten spiegelt die Kräfteverhältnisse der Prozessoren im Test gut wider: Bei ansonsten identischer Architektur platzieren sich die drei Skylake-CPUs entsprechend ihren unterschiedlichen Taktpotenzialen. Wir empfehlen übrigens eher eine Variante mit dem i5-6200U, da sich der Aufpreis für den i7 im Hinblick auf die in der Praxis fast immer zu vernachlässigende Mehrleistung kaum lohnt. In unserer Cinebench-Schleife schwankten die Takte zwischen 2,7 und 3,0 GHz, sodass die Turbo-Ausnutzung als leicht suboptimal bezeichnet werden kann. Im Akkubetrieb blieb es in etwa bei den Scores, die auch mit Stromnetz erreicht wurden.